Linoleum – Comeback eines Klassikers
Foto: Armstrong DLW
Bis in die 50er Jahre war Linoleum ein weitverbreiteter Bodenbelag, der sich wegen seiner hohen Strapazierfähigkeit großer Beliebtheit erfreute. Danach geriet er ein wenig in Vergessenheit, bis er in den 80ern im Zuge eines wachsenden Umweltbewusstseins zu neuen Ehren kam. Seine Renaissance verdankt er den natürlichen Inhaltsstoffen. Leinöl, Naturharze, Holz- und Kalksteinmehl, Farbpigmente und Jute als Trägermaterial machen Linoleum zu einem umweltfreundlichen Bodenbelag, der sogar kompostierbar ist. Das Linoleum von heute hat aber mehr zu bieten als der Vorgänger: Wurde er früher mit der Zeit hart und spröde, hat man heutzutage dank moderner Herstellungsverfahren einen elastischen Boden von hoher Lebensdauer und mit angenehmem Trittgefühl unter den Füßen. Eine große Farbpalette und viele dekorative Optiken tragen dazu bei, dass der Belag immer öfter auch im Wohnbereich Einzug hält.
Insbesondere die mehrfarbig marmorierten Oberflächen sind sehr beliebt. Daneben gibt es aber auch einfarbige und strukturierte Varianten sowie Baukastensysteme, mit denen sich Friese, Rosetten und ähnlich dekorative Details einarbeiten lassen. Außerdem sind individuell gestaltete Motive möglich.
Auch beim Verlegen hat sich viel getan
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Der Bodenbelag ist pflegeleicht und stylisch zugleich.
Bisher gab es Linoleum nur von der Rolle, und es musste voll verklebt werden. In der Regel haben die Rollen zwei Meter Breite, sodass sich die Bahnen mit wenigen Fugen verlegen lassen. Entstehende Nahtstellen müssen nachträglich verfugt werden. Daneben wurden inzwischen Verlegesysteme entwickelt, wie man sie schon von Laminat kennt: fertige Elemente in rechteckigem Format von etwa 90 x 30 cm Größe oder als 30 x 30 cm große Fliese.
Die Nutzschicht besteht aus Linoleum, darunter eine Holzfaser-Trägerplatte und schließlich Kork als Trittschallschutz. Per Klicksystem werden die einzelnen Elemente zusammengesetzt und verriegelt. Der Vorteil: Die Elemente lassen sich ohne Leim auf jedem Untergrund aufbringen und sind danach sofort begehbar. Dagegen benötigt Rollenware mehrere Arbeitsgänge: Der Untergrund muss erst grundiert werden, bevor man den Kleber aufträgt und den Belag verlegt. Und so geht`s!
Linoleum ist ausgesprochen pflegeleicht. Fegen, staubsaugen, feucht wischen – alles kein Problem. Im Fachhandel gibt es spezielle Pflegemittel für Linoleum (ph-neutral), viele Hersteller bieten auch hauseigene Mittel an. Von Natur aus hat Linoleum eine antistatische Wirkung, das heißt, Staub und Schmutz haften nicht so schnell und lassen sich leicht entfernen. Ein Extra-Oberflächenschutz vermindert den Pflegeaufwand noch zusätzlich.
DIE VOR- UND NACHTEILE VON LINOLEUM IM ÜBERBLICK
Vorteil von Linoleum:
- Umweltfreundlich, da weitgehend aus natürlichen Rohstoffen
- Große Auswahl an Dekoren
- Sondermotive sind möglich
- Farbstabil
- Strapazierfähig, langlebig
- Pflegeleicht
- Antistatisch
- Geringe Höhe (ca. 2-3 mm)
- Elastisch, biegsam (Bahnenware)
- Leicht zu verlegen (Klick-Elements)
Nachteil von Linoleum:
- Im Bad nicht zu empfehlen
Preis:
Eine gute Qualität erhält man ab ca. 40 Euro/m² (sowohl Rollenware als auch Verlegesysteme)
Veröffentlicht in Wohnidee















